Alltag & Medizin · Wissensstand Band 0
Wasser, Luft und Lebenserhaltung

Band 0 R64 · mit Fachbibel
Die Lebenserhaltung gewinnt Wasser und Atemluft zurück, regelt Feuchtigkeit und Spurengase und hält verschiedene biologische Bedürfnisse voneinander getrennt.
Technikbibel · Buchangaben und ergänzendes Unionswissen
Datenblatt
| Merkmal | Angabe | Bezug |
|---|---|---|
| Wasserkreislauf | Rückgewinnung aus Feuchte, Abwasser und Prozesswasser | Ergänzende FachbibelTerra Nova · Band 0 |
| Luftkreislauf | CO₂-Abscheidung und Sauerstofferzeugung | Ergänzende FachbibelTerra Nova · Band 0 |
| Mehrspezies-Betrieb | Getrennte Atmosphären- und Hygienefenster; Quarantäne | Ergänzende FachbibelTerra Nova · Band 0 |
| Betriebsgrenze | Filterwechsel, Verunreinigung, Wartung und Energiebedarf | Ergänzende FachbibelTerra Nova · Band 0 |
Noch nicht festgelegt
- Wasserumsatz, Sauerstoffproduktion, Rückgewinnungsquote und autonome Dauer sind nicht beziffert.
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Aufgabe und Funktionsweise
Luftfeuchte, Abwasser und Prozesswasser werden aufbereitet. CO₂-Abscheidung, Sauerstofferzeugung, chemische Rückgewinnung und kontrollierte biologische Filter bilden mehrere ineinandergreifende Kreisläufe. Eigene Atmosphären- und Hygienefenster ermöglichen Mehrspezies-Betrieb; fremde Biologie braucht Quarantäne.
Im Einsatz
Nahrungsproduktion ergänzt die Vorräte. Die Terra Nova soll jedoch keine Landwirtschaft über Jahrhunderte tragen. Der vollständige Nahrungs- und Rohstoffkreislauf ist für die Zielkolonie vorgesehen. Im Schiff stützen transportierte Vorräte und Ersatzmaterial den Betrieb.
Mehrere Kreisläufe, mehrere Grenzen
Die Wasseraufbereitung verarbeitet verschiedene Eingänge: ausgeatmete Feuchtigkeit, Abwasser und Prozesswasser. Luftversorgung und Chemie sind damit verbunden, bleiben aber eigene Aufgaben. Sauerstoff muss erzeugt, Kohlendioxid abgeschieden und die Zusammensetzung aus Stickstoff, Spurengasen und Feuchtigkeit kontrolliert werden. Biologische Filter und kontrollierte Mikrobenkulturen ergänzen technische Verfahren.
Mehrspezies-Betrieb erfordert getrennte Atmosphären- und Hygienefenster. Ein für eine Gruppe geeigneter Raum ist nicht automatisch für jede andere geeignet. Quarantäne verhindert zudem, dass unbekannte Biologie ungeprüft in gemeinsame Kreisläufe gelangt. Diese Trennung ist Bestandteil der normalen Versorgung und wird nicht erst dann wichtig, wenn eine akute Krankheit auftritt.
Im Notbetrieb müssen weniger gut geschützte Räume möglicherweise aufgegeben werden. Der Kern verfügt deshalb über eigene Wasser-, Nahrungs-, Filter- und Sauerstoffvorrichtungen. Das hilft nur, wenn Menschen den geschützten Bereich erreichen und die verbleibenden Anlagen versorgt werden. Weder ein nominell geschlossener Kreislauf noch ein Vorrat erlaubt eine unbegrenzte Aufenthaltsdauer: Verschmutzung, Ersatzteile und Energie setzen weiter Grenzen. Wie lange ein bestimmter Bereich nutzbar bleibt, hängt von seiner tatsächlichen Belegung und seinem Zustand ab.
Betrieb und Grenzen
Filterwechsel, Verunreinigung, Verschleiß und Energiebedarf bleiben bestehen. In der Havarie müssen Medizin und Lebenserhaltung gemeinsam priorisiert werden. Ein riskanter Reaktorstart darf die letzten funktionierenden Versorgungswege nicht ohne tragfähige Aussicht verbrauchen.
Im Verlauf von Band 0
Nach dem Gravoabriss
Beschädigte Decks besitzen unsicheren Druck und gefährdete Versorgung. Der Neustart der Hauptfusion konkurriert mit der verbliebenen Medizin und Lebenserhaltung.