Alltag & Medizin · Wissensstand Band 0
Bordmedizin und Organkammern

Band 0 R64 · mit Fachbibel
Die Bordmedizin verbindet automatische Diagnose, Medorobotik, Gravomedizin und speziesbezogene Behandlung. Ihr Ziel ist Versorgung unter den wechselnden Bedingungen eines Mehrspezies-Schiffs.
Technikbibel · Buchangaben und ergänzendes Unionswissen
Datenblatt
| Merkmal | Angabe | Bezug |
|---|---|---|
| Verfahren | Zellreparatur, Gravomedizin, Geburtsassistenz und Regeneration | Ergänzende FachbibelTechnischer Hintergrund zur Terra-Nova-Ära |
| Unterbringung | Medizin, Operation, Regeneration und Isolation im geschützten Kern | Ergänzende FachbibelTerra Nova · Band 0 |
| Behandlungsgrundlage | Automatische Diagnose, Körperprofile und fachliche Vorgaben | Ergänzende FachbibelTerra Nova · Band 0 |
| Grenzen | Kein Personendruck; Bedarf an Personal, Kühlung und Verbrauchsmaterial | Ergänzende FachbibelTechnischer Hintergrund zur Terra-Nova-Ära |
Noch nicht festgelegt
- Regenerationsdauer, Behandlungskapazität und Energiebedarf sind nicht allgemein beziffert.
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Aufgabe und Funktionsweise
Die Hauptmedostation liegt im geschützten inneren Bereich. Operationsräume, Regeneration, Quarantäne und Isolationskammern arbeiten mit kontrollierten Druckfeldern und geeigneten Körperprofilen. Organkammern gehören zur Regenerationsmedizin; sie erzeugen keine vollständigen Personen als Kopie.
Im Einsatz
Automatisierte Hilfe ersetzt die behandelnden Personen nicht. Liora und Ssaruun passen beispielsweise gemeinsam eine Perfusion an; der Medo prüft ihre Vorgabe gegen das Patientenprofil und setzt die Behandlung fort. Medodrohnen übernehmen Transport, Versorgung und Hilfe in gefährlichen Bereichen.
Behandlung als Kette von Entscheidungen
Zur inneren Medizinzone gehören Operations- und Regenerationsräume, Quarantäne, Rehabilitation und psychologische Stabilisierung. Diese Aufteilung trennt unterschiedliche Aufgaben: Eine akute Versorgung muss andere Probleme lösen als die längere Erholung eines Patienten oder die sichere Untersuchung fremder Biologie. Speziesprofile helfen bei dieser Arbeit, ersetzen die Beurteilung des konkreten Körpers aber nicht.
Der Medo arbeitet innerhalb überprüfter Vorgaben. Wenn behandelnde Personen die Perfusion ändern, wird diese Änderung gegen das vorhandene Patientenprofil geprüft. So verbinden sich automatische Kontrolle und menschliche Fachentscheidung. Die Grenzen werden besonders dort sichtbar, wo Daten fehlen oder die Umgebung selbst gestört ist. Eine leistungsfähige Behandlung kann unter solchen Bedingungen nicht einfach mit den üblichen Annahmen fortgesetzt werden.
Geschützte Lage und technische Ausstattung sollen die Versorgung möglichst lange ermöglichen. Sie entkoppeln die Medizin jedoch nicht von Luft, Energie, Kühlung und erreichbaren Transportwegen. Patienten müssen die Räume erreichen, Verbrauchsmaterial muss verfügbar bleiben und die Behandlung muss zu den vorhandenen Ressourcen passen. Eine Organkammer oder Zellreparatur ist daher ein Verfahren innerhalb dieses Systems, kein Versprechen sofortiger vollständiger Wiederherstellung.
Betrieb und Grenzen
Unbekannte Biologie, gestörte Felder oder unzureichende Daten erzwingen vorsichtiges Vorgehen. Reagenzien, Filter, Medikamente, Kühlung und Personal bleiben notwendig. Das Biolabor ist kein universelles Genlabor, das Menschen nach Bedarf umkonstruieren könnte.